Die Social-Gospel-Bewegung ist eine protestantische intellektuelle Bewegung, die im späten 19. Jahrhundert und frühen 20. Jahrhundert am prominentesten war. Die Prinzipien des Social Gospels dienen heute noch als Inspiration für jüngere Bewegungen wie z. B. Christians Against Poverty. Die Bewegung wendet christliche Prinzipien auf soziale Themen an, insbesondere auf Armut, Alkoholismus, Kriminalität, ethnische Konflikte, prekäre Stadtviertel, Hygiene, Bildungsmängel und Kriegsgefahr. Theologisch gesehen waren die Führer der Social-Gospel-Bewegung üblicherweise postmillenialistisch. Das heißt, sie glaubten, die Wiederkunft des Herrn würde nicht eher passieren, als dass die Menschheit sich ihren sozialen Problemen durch eigene Mühen entledigen würde. Im Allgemeinen haben sie deshalb die prämillenialistische Theologie, die in den US-Südstaaten vorherrschend war, abgelehnt, nach der die Wiederankunft des Herrn unmittelbar bevorstehe, weshalb Christen sich darauf und nicht etwa auf soziale Probleme konzentrieren sollten. Ihre millenialistische Ansichten ähneln jenen des Christlichen Rekonstruktionismus, jedoch sind Anhänger des Social Gospels tendenziell, links und theologisch liberal, während Rekonstruktionisten zu politisch libertären und religiös fundamentalistischen Ansichten neigen.
Sarah Leslie rezensiert in einem Vortrag am 7. April 2006 Dr. Martin Erdmanns Buch "Building the Kingdom of God on Earth". Zu beachten ist, dass die Tonqualität bisweilen nicht die beste ist. Dies ist der zweite Teil eines zweiteiligen Vortrags.
Sprache: Englisch
Sarah Leslie rezensiert in einem Vortrag am 7. April 2006 Dr. Martin Erdmanns Buch "Building the Kingdom of God on Earth". Zu beachten ist, dass die Tonqualität bisweilen nicht die beste ist. Dies ist der erste Teil eines zweiteiligen Vortrags.
Sprache: Englisch
31 Mar
By M.Erdmann
„Die Zukunft der Welt liegt im religiösen Pluralismus.“ - Rick Warren, „Pastor Argues Faith is Missing Link,“ von Maria Kefala.
Rick Warrens Idee des religiösen Pluralismus katapultiert die evangelikale Kirche auf einen prominenten Platz in der globalen Diplomatie. Je mehr die Kirche zu einer politischen Aktivistin in einer sich neu gestalteten Weltordnung avanciert, desto schneller gibt sie das ihr von Gott zugeordnete Privileg preis, Hüterin und Verkünderin des biblischen Evangeliums zu sein. Im Kampf um politische Macht werden plötzlich ganz andere Dinge wichtig, wie z.B. ambitionierte Mobilisierungskampagnen, weit gefächerte Netzwerke von Kleingruppen und gigantische Sozialprojekte. Die neue Aufgabe, zu der Rick Warren die Christen aufruft, ist schlicht und einfach die Wohltätigkeit.